Bunker Ringheim

 

Am östlichen Rand des damaligen Kriegsflugplatzes wurde 1943 eine 17,5 x 24 m große und 12,3 m hohe Halle errichtet, die in dieser Größe für die geplanten Geheimforschungen notwendig war. Gleichzeitig diente die Halle zur Tarnung des nachträglichen Bunkerbaus, der mit schweren Fundamenten, massiven Wänden aber verhältnismäßig leichter Decke als Luftwaffenforschungsstätte errichtet wurde.

 

Hier sollte an zwei Projekten gearbeitet werden:

Zum einen an einem Röntgenstrahlbündelflakgerät zur Abwehr feindlicher Bomber und zum anderen an einem Strahlentransformator zur Störung der Bordelektrik.

Bei den Bombardierungen durch die Alliierten (zuletzt am 5.1.1945) blieben Bunker und Halle unbeschädigt.

 

Nach dem Krieg baute man die Halle ab und benutzte Teile der tragenden Holzkonstruktion für den Bau der Viehhalle hinter der heutigen Bachgauhalle in Großostheim.

 

Später stellte in den Bunkerräumen die Spielwarenfabrik Knirsch Holzspielzeug her. Danach wurden die Räume als Lager genutzt, seit den 70er Jahren stand der Bunker leer.

 

Heimatvertriebene fanden nach 1945 in den umliegenden noch erhaltenen Gebäuden ihre erste Unterkunft.

Ab 1949 entstanden die ersten Siedlungshäuser auf dem ehemaligen Flugplatzgelände. Der neu entstandene Ortsteil Großostheims erhielt 1950 den Namen „Ringheim“ und wächst seitdem kontinuierlich.

 

1949 wurde der Modellflugsport von der Militärregierung wieder zugelassen und es fanden sich Interessenten die den Flugplatz zivil nutzen wollten, das war der Anfang des Flugsportclubs Aschaffenburg. Ab 1951 war die Nutzung von Segelflugzeug wieder erlaubt, die ab 1952 auf dem ehemaligen Kriegsflugplatz wieder starteten und landeten. Ab 1960 durfte auch mit Motorflugzeugen abgehoben werden. Da Ringheim mit der Zeit immer größer wurde, war für die Flieger bald kein Platz mehr und der Flugbetrieb wurde 1977 an den heutigen Platz an der Waldspitze verlegt.

Angriff auf Vraux

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